Einen düsteren Nachmittag mussten unsere Eninger Handballherren am vergangenen Sonntag beim Auswärtsspiel gegen die HSG Ermstal 2 erleben. Konnte man das Hinspiel im Arbachtal im November noch mit 27:22 für sich entscheiden, sollte es dieses Mal mit einem krachenden 24:38 die bis dato höchste Saisonpleite setzen. Gebeutelt durch einige krankheits- und verletzungsbedingte Ausfälle gingen die Eninger in Bad Urach in die Partie. Das im Vorfeld erwartete schnelle Spiel bewahrheitete sich gleich in der Anfangsphase des Spiels; die Zuschauer konnten ein temporeiches, intensives Spiel mit schnellen Toren beobachten. Quang konnte durch seinen Treffer zum 6:8 (10.Minute) den TSV zunächst noch auf Schlagdistanz zu den Hausherren halten, doch diese setzten sich in der Folge durch einen 3:0-Lauf zum ersten Mal von den Eningern ab. Neben den schnellen und effizienten Elementen ging es auf dem Spielfeld immer robuster zu, weshalb die erste verletzungsbedingte Auswechslung auf Seiten des TSV auch nicht lange warten ließ. Zwar konnte man sich zunächst noch gegen ein deutlicheres Davonziehen der HSG entgegenstemmen, doch spätestens in den letzten Minuten der ersten Halbzeit schienen die Energiereserven der Eninger erschöpft gewesen zu sein, als man einen 1:5-Lauf hinnehmen musste und mit einem 8 Tore-Rückstand in die Halbzeitpause gehen musste. Auch in der 2.Halbzeit sollte keine Kehrtwende mehr stattfinden; die HSG gestaltete ihr Spiel schnell, überrannte die Eninger
Gäste immer wieder und bestrafte jeden Fehler konsequent. Mit zunehmendem Fortschreiten der Spielzeit wurde das Spiel dann immer noch ruppiger – dass es bei dieser Begegnung kaum Hinausstellungen gab wurde auf dem Feld großzügig ausgenutzt. Neben Carlo Hefner musste in der zweiten Halbzeit auch Eningens Nummer 1 Moritz Fischer verletzungsbedingt ausgewechselt werden, welcher einen direkten Kopftreffer erlitt und bereits in der ersten Halbzeit einige Male diesem nur knapp entgangen war. Auch in den letzten Spielminuten konnte sich der TSV nicht mehr so richtig aufraffen und sich gegen die am Ende deutliche 24:38-Auswärtsniederlage stemmen. Diese bis dato höchste Saisonniederlage muss schnell aus den Köpfen der Spieler raus, damit beim vorletzten Heimspiel der Saison gegen die HSG Leinfelden-Echterdingen 2 am kommenden Samstag um 18 Uhr möglichst wieder doppelt gepunktet werden kann, ehe es mit großen Schritten langsam aber sicher auf den Saisonendspurt zugeht.
